Portugal Algarve Reisebericht

Algarve Rundreise von Albufeira bis Tavira

In den vergangenen Jahren hat sich Portugal und hier natürlich besonders die Algarve zu einem Urlaubsziel ersten Ranges entwickelt. Dies sollte genug Ansporn auch für Sie sein dieses wunderbare Zielgebiet sowohl als Badeurlauber als auch als Naturliebhaber zu erkunden. Start unserer Tour ist das ehemalige Fischerdorf Olhos d´Agua im Süden bei Albufeira mit seinem traumhaften, kilometerlangen Sandstrand, umgeben von gelb-roten Felsklippen, deren Spitzen von unzähligen Möwen umsäumt sind. Im Ort selbst haben sie viele Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants. In nördlicher Richtung erstreckt sich eine fruchtbare Landschaft mit Olivenhainen, Obst- und Weingärten, teilweise in terrassenförmiger Form. Auf der Fahrt in den Norden wird es merklich ruhiger. Überall sehen Sie typisch portugiesische Häuser mit besonderen Schornsteinen, den chaminés, der Stolz der Algarve-Häuser. Sie sollen einst und heute auf den Reichtum hinweisen. Vorbei an Aronstabgewächsen, Disteln und Zistrosen, die die Erde vor den Sonnenstrahlen wenigstens etwas schützen, erreichen wir Alte.

Alte

Die im manuelischen Stil erbaute Kirche von Alte ist ein Prunkstück und befindet sich in der Ortsmitte. Die Altäre sind mit sevilianischen Kacheln geschmückt. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und besteht aus mehreren kleinen seitlichen Kapellen. Am rechten Seitenschiff befinden sich Exemplare von flachen, polychromen Kacheln, die für Portugal sehr ungewöhnlich sind.

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Kirche in Alte

Sie stammen aus dem 16. Jahrhundert und gehören zu den wertvollsten der sevilianischen Herstellung an der Algarve. Wir hatten das Glück, dass die Kirche geöffnet war. Eintritt war im Gegensatz zu anderen Kirchen gratis. Fürs filmen bzw. fotografieren müssen Sie allerdings € 1.- „opfern”. Ein weiteres Highlight von Alte sind die Quellen und der Wasserfall Fonte Grande. Das Wasser soll gegen alle möglichen Krankheiten helfen sowie Geister vertreiben. Am 1. Mai findet ein „Opferzug” mit Folkloregruppen und Reitern zur Fonte Grande statt. Tipp: Auto am Ortseingang stehen lassen und zu Fuss gehen denn die Gassen sind sehr eng und der schon ohnehin spärliche Platz wird von den Einheimischen zum Parken belegt. Weiter Richtung Loulé und Faro wird es nun bergiger. An den Steilhängen werden Terrassenfelder von Schiefermauern, dem typischen Werkstoff der Gegend, gestützt. Ungefähr 13 km von Alte entfernt erreichen Sie nochmals so ein idyllisches Bergdorf am Südrand der Serra do Caldeirao – Salir. Wie überall in den Bergen kann auch hier Bergkäse, Schinken sowie geräucherte Blut- und Leberwurst aus eigener Schlachtung gekauft werden. Urwüchsiger wird es auf der Anfahrt nach Querenca. Hier können Sie wieder zahlreiche Steineichen sehen. Nach der reizvollen Hügellandschaft erreichen wir nun Loulé.

Loulé

Loulé befindet sich ca. 16 km von Faro entfernt und ist eine typische, lebhafte Marktstadt mit Überresten von Mauern eines früheren römischen, danach maurischen Kastells. Der alte Ortskern wurde wie auch in vielen anderen Orten bei einem Erdbeben 1755 fast total zerstört.

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Loulé Markthalle

In den vielen Gassen reiht sich eine Handwerkerstätte an die andere. Jede davon ist auf etwas anderes spezialisiert, vorwiegend jedoch Schuhe und Kunsthandwerk. Besonders fällt dem Besucher die maurische Markthalle mit ihren rosa Zwiebeltürmen ins Auge. Jeden Samstag findet hier ein Markt statt, wo Obst, Gewürze, Gemüse, Backwaren und alle Arten von Fisch, ob Tintenfisch, Langusten oder sogar Hummer, angeboten werden. Alles natürlich frisch und reif geerntet. Da der Platz in den Hallen nicht immer ausreicht, werden auch Stände ausserhalb aufgebaut.

Tavira

Weiter geht es östlich Richtung Meer in die angeblich schönste Stadt der Algarve, nach Tavira, dem Venedig der Algarve, wo noch das typische Flair eines Fischerdorfes spürbar ist. Ein Bummel durch die Altstadtgassen Taviras mit den sehenswerten Häuserfassaden, teilweise mit typisch portugiesischen Kacheln verziert, und sonstigen vielfältigen Eindrücken lohnt sich immer.

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Tavira

Sie liegt am Rio Gilao und verbindet die beiden Stadtteile mit einer gewaltigen Siebenbogenbrücke. Am Ende der Brücke erinnert eine Gedenktafel, dass hier ein Übergriff der Spanier abgewehrt wurde. Vom Tourismus spürte man zur Freude der Einheimischen lange Zeit nicht allzuviel. Inzwischen ist dies jedoch etwas anders. Vor einiger Zeit wurden in der Umgebung sogar drei Golfplätze gebaut. Den Strand können Sie nur mit einer Fähre erreichen, die jedoch regelmässig verkehrt. Die langen Sandbänke sind besonders bei Surfern und Kindern sehr beliebt. Von der maurischen Burgruine haben Sie eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Fluss. Der nördliche Teil ist der ruhigere, im südlichen befindet sich die historische Altstadt mit dem parallel zum Fluss verlaufenden Park „Jardim do Coreto”. Es gibt hier ca. 30 Kirchen von denen die „Igreja da Misericordia” die wohl schönste ist. Wie in den meisten Orten und Städten ist auch hier beeindruckend wie das glattgetretene Kopfsteinpflaster wie poliert in der Sonne schimmert.

Unterkunft:

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Ferienwohnung Cantil

In Olhos d´Agua sind die Zimmer und Appartements Cantil sehr empfehlenswert. Der Preis beträgt pro Tag für die Zimmer ab € 25.- bzw. ab € 40.- für das Appartement mit Belegung bis 4 Personen. Sie ist ca. 200 m vom Strand und 300 m von der Ortsmitte entfernt, neu und komfortabel eingerichtet. Zudem haben Sie eine ca. 75 qm grosse Sonnenterrasse.

Video zur Algarve Rundreise:


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Author: Schien

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